"Totschlag" bei Hausgeburt

02.10.2014 22:53

"Totschlag" bei Hausgeburt

beim Vorgehen einer Ärztin und Hebamme im Zusammenhang mit einer Hausgeburt überschritten. Die Ärztin wurde morgens zu einer geplanten Hausgeburt bei Beckenendlage gerufen, kam am Nachmittag, stellte zweimal Mekoniumabgang fest, hörte aber die Herztöne des Kindes nicht ab und überwies die Schwangere nicht in eine Klinik. Später wurde ein lebloses Kind geboren; der herbeigeholte Notarzt stellte den Tod fest und benachrichtigte die Polizei.

Die Ärztin und Hebamme wurde zu fast sieben Jahren Haft ohne Bewährung, zu lebenslangem Berufsverbot, 50.000 Euro Schmerzensgeld und weiteren Zahlungen verurteilt. Sie hat angekündigt, vor dem Bundesgerichtshof in Revision zu gehen, weil sie jede Schuld von sich weist. Ihrer Ansicht nach sei das Kind an einem Organversagen verstorben. Gewebeproben, die sie dem Kind nach der Geburt entnommen hatte, waren bei ihr im Lauf des Prozesses sichergestellt worden.


Zur dpa-Meldung auf der Homepage des Landgerichts Dortmund HIER.
Zur Meldung auf www.aerztezeitung.de HIER.



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