Ohne Kopftuch bei konfessionellem Träger

30.09.2014 23:26

Ohne Kopftuch bei konfessionellem Träger

Wird eine Institution von einem konfessionellen Träger betrieben, so darf es einer muslimischen Mitarbeiterin das Tragen eines Kopftuches aus religiösen Gründen untersagen. Allerdings ist derzeit unklar, ob dies auch für Krankenhäuser gilt. Das Bundesarbeitsgericht hat festgestellt, dass ungeklärt ist, ob ein Krankenhaus, das von der evangelischen Kirche getragen wird, dieser institutionell zuzuordnen sei. Diese Frage bedarf der Klärung. Nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts im September 2014, nachdem das Kopftuchverbot für eine muslimische Krankenschwester mit dem Arbeitsrecht vereinbar sei, haben zahlreiche - auch konfessionelle - Krankenhäuser darauf hingewiesen, dass bei ihnen "Freiheit der Religionsausübung" auch für ihre Angestellten gilt, damit das Kopftuch toleriert wird. Auch der Geschäftsführer des katholischen Krankenhausverbandes Deutschlands berichtete über Rückmeldungen aus Krankenhäusern, die keinen Druck auf ihre Kopftuch-tragenden Mitarbeiterinnen ausüben. Die katholischen Bischöfe dagegen begrüßten das Urteil.

Zur Pressemitteilung 48/14 des Bundesarbeitsgerichts HIER.
Bericht der katholischen Nachrichtenagentur katholisch1.tv HIER.
Bericht vom 30.09.2014 im Delmenhorster Kreisblatt HIER.

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